Zehn Gründe für einen Guide

1. Selbst der beste Angler kann nicht in einer Woche das Wissen über ein Gewässer erlernen, dass sich ein Guide jahrelang angeeignet hat.

2. Auch wenn man zum zehnten mal in Folge an ein Gewässer fährt und sich noch im Vorjahr bestens ausgekannt hat, kann ein Guide derjenige sein, der einem den vielleicht im Moment einzig wirkenden Köder empfiehlt oder der als erster weiß, dass die Zielfische ausgerechnet in diesem Jahr ausgeblieben sind oder dummerweise gerade in der sonst fischlosen Bucht um die Ecke jagen.

3. Jeder Angler weiß, dass der erste und einfachste Schritt, sich über ein Gewässer und die vorkommenden Fischarten zu informieren, ganz einfach das Befragen von Anglern ist, die man gerade am Gewässer trifft. Ob deren Auskunft immer hilfreich (oder wahr!) ist, bleibt fraglich. Auf Informationen eines guten Guides aber kann man sich verlassen – er wird schließlich dafür bezahlt und möchte, dass man wiederkommt!

4. Guides tragen wesentlich dazu bei, dass ein Gewässer nicht überfischt wird und achten sehr darauf, schädliche Einflüsse von Ihren Hausgewässern abzuwenden. Schließlich ist die Qualität und der Fischbestand in ihren Gewässern ihre Existenzgrundlage. Auch damit das so bleibt, ist jeder Euro, den man in einen Guide investiert, eine Investition in unser aller Angelzukunft.

5. Ein Guide stammt meistens aus der Region, in der man angelt. So bekommt man Kontakt zu Einheimischen und erfährt – abgesehen von wertvollen Angelinfos – eine ganze Menge mehr über das Gewässer, dessen Geschichte und das Reiseziel.

6. Nichts ist schöner, seine Freude über den großen Fang mit jemandem zu teilen, der sich fast noch mehr freut als man selbst – denn für den Guide heißt „Fangerfolg“ ganz einfach, dass er seinen guten Job gemacht hat.

7. Auch wenn ein Gewässer und seine Struktur sich auf den ersten Blick leicht zu erschließen scheint, weiß man noch lange nichts über das Verhalten der Fische, das sich von Jahr zu Jahr, Monat zu Monat und Tag zu Tag ändert.

8. Wenn man sich das ganze Jahr auf einen Angeltrip freut, wäre es schade, wenn man drei oder vier Tage damit verbringen muss, das Gewässer zu erkunden und das Verhalten der Fische herauszufinden, ehe man überhaupt eine reelle Chance auf einen vernünftigen Fisch hat. Allein dieser Vorteil sollte – vor allem gemessen am Gesamtreisepreis – es Wert sein, 100,- € (oder ähnlich) für mindestens einen Tag mit einem Guide auszugeben.

9. Auch wenn man mit dem besten Freund am Wasser unterwegs ist, geht es um das Beangeln vom absoluten Hot-Spot des Gewässers, hören Freundschaften schnell mal auf. Ein guter Guide zeigt einem die Top-Stellen und lässt einem den Vortritt.

10. Wenn ich zurückdenke, war mir bisher jeder Guide, mit dem ich fischen durfte, sehr sympathisch und man war schnell auf einer Wellenlänge. Mit einigen verbindet mich schon fast ein freundschaftliches Verhältnis – kein Wunder bei so einem gemeinsamen Hobby! Und was gibt es schöneres, als am Wasser neue Freunde kennen zu lernen?