Weser-Barben

4.2
Durchschnitt: 4.2 (5 Bewertungen)
Eigene Bewertung: Keine

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Rubrik: Angelbericht
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Fischarten: Barbe
Angelmethoden: Feedern

Geo. Länge: 9.378073
Geo. Breite: 51.662790

Zugegeben, eine kreative Überschrift klingt anders, jedoch trifft der Titel „Weser-Barben“ den Nagel auf den Kopf.

Dass die Weser nicht nur schönen Zandern, urigen Wallern und einem Haufen Weißfische einen perfekten Lebensraum bietet, dürfte weitgehend bekannt sein. Speziell das Ober- und Mittelweser-Stück lockt uns Angler, dank der kampfstarken Barben, mit der Feederrute an ihr Ufer. Dies war auch der Grund wieso ein Kumpel und ich uns dazu entschlossen an einem schönen Herbsttag die Futterkörbe zu beladen, um die goldgelben Torpedos auf die Matte zu legen. Die Tage vor unserer Tour nutzten wir für ausgiebige Vorbereitung: Sachen packen, Futter anrühren, Maden säubern und die perfekten Stellen suche. Beim täglichen Blick in die Wettervorhersage bekam unsere Euphorie allerdings einen kleinen Dämpfer: Der Wind dreht und sollte uns nun aus Richtung Osten entgegen pfeifen. Egal – so lange es nicht schüttet gehen wir los!

Endlich war Angeltag – nach einer verdammt klaren und somit auch kalten Nacht begrüßte uns ein hellblauer Herbsthimmel. Nachdem wir uns Tageskarten (8€) für die Weserstrecke vom Fischereiverein „Oberweser e.V. Beverungen von 1930“ im Angelshop besorgt hatten, ging es ans Wasser.

Als die Sonne das Wasser etwas erwärmt hatte, durfte ich die erste Barbe des Tages drillen (Naja – einkurbeln trifft es wohl besser. Denn diese Barbe war wohl noch etwas schlapp und zeigte keinerlei Gegenwehr). Egal, die erste Barbe durfte ins Fangbuch eingetragen werden. Daraufhin stellte sich allerdings eine längere Beißflaute ein – bis auf ein paar kleinere Zupfer, die nicht verwertet werden konnten, kam nix! Erst einige Spielereien mit den Vorfachlängen brachten wieder Bisse. (Anm.: Wir fischten ganz simpel mit einer Schlaufenmontage, hier von Robin Illner ab Minute 6.10 erklärt: http://www.bissclips.tv/bissclips-tv/friedfischangeln/montag...)

Ein brachialer Einschlag an der schönen Feederrute meines Kumpels signalisierte seinen ersten guten Fisch. Ergebnis seiner nächsten zehn Minuten: zwei Barben in den Mittsechzigern. Mir gelang es etwas später eine Barbe aus der Kinderstube zu fangen. In den Abendstunden ließen sich dann die größeren Barben nochmals zu Beißen überzeugen. Zwei weitere schöne Fische, diesmal mit typischem Barbendrill und einigen kräftigen Fluchten, gingen an den Haken und durften zum Fototermin. Hinzu kamen noch eine Handvoll Rotaugen, die uns ans Band gingen.

Fazit: Ein wirklich schöner Angeltag, der trotz Ostwinds Fisch brachte. Wenn wir auf Futter, Montagen und passende Stellen achten, ist die Weser in Sachen Barben ein Fluss mit besten Fangchancen. Allerdings müssen die Fische auch mitspielen und das ist bekanntlich nicht immer so. That´s fishing…