Karpfenansitz an der Lippe

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Ich taste mich ran

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Nachdem ich dachte er wer weg geht er mir gleich ins Netz
Nicht der Größte, aber hat am meisten Spaß gemacht!
Ohne Worte
Improvisierte Wäscheleine

Rubrik: Angelbericht
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Fischarten: Karpfen
Angelmethoden: Grundangeln

Geo. Länge: 7.835119
Geo. Breite: 51.692757

Hallo Karpfenfreunde,

heute möchte ich euch mal an meinem Lippeabenteuer teilhaben lassen.

Da man sich ja so seine Ziele am Anfang des Jahres setzt: Einen aus dem Stadtteich, einen aus dem Kanal und einen aus der Lippe waren das Ziel, stand noch eine Karpfen aus dem Fluß (bei uns die Lippe) an. Gesagt getan: spontan ohne Futterkampagne an die Lippe an eine sehr gute Stelle (großer Wassereinlaß) morgens gegen 6:00 Uhr am Wasser wurde das Gerät aufgebaut. Köder an die Haken und geliebter Run komme!

Entspannt zurückgelehnt in unsere Karpfenstühle haben wir erstmal einen Kaffee genossen und auf die Dinge gewartet, die da so kommen sollten. So gegen 8:30 ein zögerliches "Piep-Piep" vom Bissanzeiger, danach erstmal Funkstille, dann eine Wiederholung und ran an die Rute, um der Sache auf den Grund zu gehen. Nach dem Anhieb bog sich die Rute ein wenig und ich habe gedacht, eine alte Plastiktüte oder ähnliches hat sich im Haken verfangen aber auch kurz vor den Seerosen kam die vermeintliche Tüte nicht hoch, sondern blieb in den Pflanzen hängen.

"Toll", dachte ich mir nach einigen Versuchen meine Montage aus den Wasserpflanzen zu befreien. Ok, was bleibt noch: Raus aus den Klamotten, rein ins Wasser, an der Schnur entlangtastend bis "oh welch Überraschung!" ein Döbel (50cm.) Mhhhh ..., auch nicht schlecht. Besser als das, was wir vermutet haben.

Montage wieder beködert rein in den Fluß und Wäsche zum trocknen aufhängen. Danach einen Kaffee und ausruhen vom großen Kampf (grins). 2 Stunden später ein Vollrun vom Feinsten - nicht zu vergleichen mit denen, die ich vorher am Kanal oder am Stadtteich erleben durfte. Anschlag und weiter ging die Flucht quer durch die Lippe von der Seite wo der Köder lag diagonal rüber zu meiner Seite mit einer Zielgenauigkeit in die Seerosen, dass ich dachte "Boh, der ist richtig gut" und schon saß er drin im Seerosenfeld. Was bleibt mir anderes übrig als wieder ins Wasser, weil der Buschbestand nicht den direkten Weg zuließ. Klasse! Diesmal war nix mit ausziehen also in voller Montour (was man halt so hat bei schönem Wetter), Kescher in der Linken, Rute in der Rechten, vorsichtig ohne in die Lippe zu fallen Richtung Fisch. Die ständigen Vibrationen in der Rute sagten mir deutlich, der Kollege wollte dort nicht verweilen, sondern wieder das Weite suchen, was ihm aber nicht gelang, weil er sich wohl verfangen hat.

Als ich mich bis auf ca. 10 Meter an den Fisch herangearbeitet habe (im wahrsten Sinne des Wortes) machte es kurz "patsch" und die Rute war gerade! Ich dachte, das wars, super, weg isser, aber ich hatte Glück: der Haken saß gut und der Karpfen (ich war sehr sicher, obwohl ich ihn immer noch nicht gesehen hatte), der wieder dem anderen Ufer zustrebte machte jetzt Bekanntschaft mit meiner Rollenbremse und war nach ca. 5 Minuten dann im Kescher. Der kleinste von allen in diesem Jahr gefangenen Karpfen aber ein richtig toller Kämpfer, der mich doch tatsächlich ins Wasser trieb, um ihn zu bekommen. Hat eindeutig richtig Spaß gemacht, war ein toller Angeltag. Die beigefügten Bilder werden Euch die Story untermalen.

Bis dann,
Markus